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Der Kapitän und das Mittelmeer Sieben tunesische Fischer stehen in Sizilien wegen Beihilfe zur illegalen Einreise vor Gericht. Sie hatten vor Lampedusa schiffbrüchige Clandestini gerettet. Ulrich Kreikebaum traf die Angeklagten in Tunesien. Das Flüchtlingsdrama im Mittelmeer aus der Perspektive von Seeleuten. "Außerdem, dachte er, tötet alles auf irgendeine Art alles andere. Fischen
tötet mich und erhält mich auch am Leben." Tunesien ist für sie ein Land ohne Meer. Es scheint nur Chimäre, dass der hagere Kapitän mit den buschigen Augenbrauen an der Reling lehnt und verfolgt, wie die frühen Lichtadern auf dem Wasser flimmern, Möwen kreisen, um Sardinenreste zu erhaschen, der Flaschenzug das Netz kreischend ins Meer entlässt, seine Männer in ihr Ölzeug steigen, die Gischt sich kraust und zischt. Seit dem 8. August 2007 ist das Meer für Kapitän Abdel Basset Zenzeri aus dem Fischerort Teboulba ein verbotener Ort. Die Lizenzen zum Fischen hat die tunesische Regierung nicht erneuert, seit ihm und seinen Männern im sizilianischen Agrigent der Prozess gemacht wird. Begünstigung illegaler Einreise wird ihnen vorgeworfen, Widerstand gegen die Staatsgewalt und gegen ein Kriegsschiff. Die Staatsanwaltschaft hat je dreieinhalb Jahre Haft und 440 000 Euro Geldstrafe gefordert. Auf dem Schild des Restaurants stand Venezia. Verheißung. Durch stumpfe Scheiben ging der Blick aufs Meer. An der Wand ein Rettungsring mit den roten Lettern "Welcome to Tunisia", daneben ein Bild der Titanic. Im Hinterhof wartete Zenzeri mit seinen Leuten. Sie rochen das Salz und den Tang und das Benzin der knatternden Bootsmotoren. Sie guckten aufs Wasser und den Hafen. Die Bootsmasten klimperten und blinkten. Sie saugten an Zigaretten. Einige benutzten die Glut der Kippe, um die nächste anzustecken. Sie rauchten hastig. Alle wollten mir ihre Version der Geschichte erzählen. Bald setzten sich zwei Männer auf die Mauer zum Meer. Spitzel der tunesischen Stasi. Der Staat um Diktator Ben Ali, dessen Gesicht von jeder zweiten Wand lächelt, erschien als Krake, der sich mit seinen Tentakeln überall festsaugen wollte. Der zweite angeklagte Kapitän, Abdel Karim Bayouth, saß am anderen Ende der Mauer. Die Haut weiß, die Augen rotgeädert. Am Ufer lagen herrenlose Schuhe und Flaschen, Holzplanken und tote Fische. Harmlos waren die Wellen auf den Kies gelaufen. Das Ufer, es teilt die Welt der Clandestini, die sich in den Sommermonaten zu Tausenden auf den Weg Richtung Verheißung machen, von der Welt der Angekommenen. Seit ein paar Jahren sorgt Berlusconis Italien mit Finanzspritzen dafür, dass die tunesische Wasserpolizei die Küstengewässer Tag und Nacht nach Flüchtlingsbooten absucht. Ben Ali hat die Strafen für Schlepper und Flüchtlinge drastisch verschärft. Seitdem starten die meisten 300 Kilometer südlich, von Libyen aus. Auch die Flüchtlinge, die die Fischer an Bord nahmen, sind von Libyen aus losgefahren. 25 Kilometer nördlich von Teboulba liegen Engländer und Deutsche hinter Bettenburgen in der "Zone touristique" von Monastir. Eine Woche All-inclusive, oben ohne wie auf Malle, Cocktails am Strand, serviert von Moslems mit Fliege, sonnen auf einer aufblasbaren Gummiinsel im türkisschimmernden Wasser, ab 269 Euro pro Woche bei Neckermann. Zenzeri versteifte seine schwielige Hand mit den nikotingelben Fingern zu einer Klinge und holte aus wie ein Schlachter. "Bahr, sahal", sagte er. "Meer, Küste." Das Ufer, es teilt die Welt der Fischer, seit 652 Tagen und ein paar Stunden. Ein Leben ohne den Rhythmus, den die See vorgibt, ohne die Sardinen und Makrelen, die ihre Familien ernährt, sei kein Leben. Einer der Fischer soll versucht haben, sich umzubringen. "Ich fühle mich an Land gefangen, weil ich nicht mehr für meine Familien sorgen kann und ohne Pass nicht mehr als Bürger gelte", begann Kamel Ben Kalifa, ein Mann dunklen mit Flecken im Gesicht und durchdringenden grünen Augen, die im Innern dattelbraun schimmern. Später, in der im Rohbau erstarrten Wohnung seines Sohns, hatte er mir Fotos gezeigt, die seine Melancholie erklären sollten. Der Kapitän saß stumm neben ihm. Kamel Ben-Kalifa ist 52. Bevor die italienischen Carabinieri, deren Sprache er nicht verstand, ihn einsperrten, war seine Haut glatt wie Makrelenhaut, das Haar dicht wie Schafshaar. Heute ist sein Gesicht ein schartiger Acker, das ergraute Haar schütter. Seine Frau Nizeha sagte, dass er nach der Entlassung aus der Untersuchungshaft depressiv gewesen sei. Drei Monate sei er nicht aus dem Bett gekommen. Mit Handschellen und in Käfigen seien sie in Sizilien zum Gericht gebracht worden. "Als wären wir Schwerbrecher." Ben-Kalifa ist ein massiger Kerl mit rauer Stimme, seine Hände sind ledrige Pranken. Im robusten Körper wohnt eine fragile Seele. "Sie haben uns das Meer genommen. Warum?", hatte er mich gefragt. Er wusch dann seine Füße im Waschbecken, nahm einen Teppich von der Wäscheleine des sonnengefluteten Hofs, breitete ihn in der Ecke nach Südosten aus und betete. Der Kapitän guckte ihm rauchend zu. Vor Sonnenuntergang verabschiedete Zenzeri sich und ging zur Moschee. Ben-Kalifas Frau hatte ein Festmahl serviert. Gegrillte Makrelen und Doraden, Nudeln mit Hühnchen, scharfes Kichererbsenmousse, Kartoffeln, parfümierte Erdbeeren und Pfirsiche. Die See liegt glatt und einladend da. Ein dunkler Teppich bis Italien. Der Kapitän steht an der Reling. Ein kleinerer Kutter wartet einen Kilometer südlich. Zwischen den Kähnen taucht ein Holzbötchen auf, das mit seinen Scheinwerfern nachts die Sardinen lockt. Ben-Kalifa rudert. Schweiß rinnt ihm in den bulligen Nacken. Für die Nussschale ist Windstärke zwei eine Herausforderung. Die Boote der Flüchtlinge sind nicht viel größer. 80 000 machten sich im vergangenen Jahr auf den Seeweg von Afrika Richtung Europa. 37 000 sind in Italien angekommen, gut 31 000 davon auf Lampedusa. Tausende sterben beim Versuch, europäische Ufer zu erreichen. Das Meer spuckt nur aus, was es nicht verdauen kann. Zenzeri ist den Lebenden und den Toten begegnet. Fast täglich tuckern im Sommer überladene Flüchtlingsbötchen auf der Straße von Sizilien, der Meeresenge zwischen Tunesien und Italien, an den Fischerbooten vorbei. "Immer öfter hatten wir menschliche Knochen, Kleidung, Schuhe und Reste von Booten im Netz", sagt Zenzeri. "Manchmal auch aufgequollene Körper." Aus seinen vollen Lippen wird ein Strich. Er spricht lieber über Fische, obwohl das auch kein gutes Thema ist. Dass die Sardinenschwärme weniger würden, liege an den europäischen und asiatischen Fangflotten mit ihren riesigen Netzen, die Berge von Müll verklappten. Er spuckt ins Meer. Die EU-Staaten versuchen, die Flüchtlinge in Afrika zu halten. Das sei sicherer für alle, argumentieren sie. Die Mittelmeeranrainer finanzieren Auffanglager und Boote für die nordafrikanischen Küstenwachen, verhandeln Rückführungsabkommen, verschärfen Einreise- und Asylbestimmungen. Seit kurzem fangen die Italiener Boote mit Afrikanern, die nach Lampedusa wollen, auf See ab und bringen sie nach Nordafrika zurück. Die Auffanglager für Immigranten hat Regierungschef Silvio Berlusconi mit Konzentrationslagern verglichen. Es sei besser für die Menschen, sofort zurückgeschickt zu werden. Kapitän Zenzeri lässt die Boote ein Dreieck bilden, um mir zu erklären, wie gefischt wird. Im Morgengrauen, als der Krake noch schlief, hatte er sich mit Ben-Kalifa auf den Kutter gestohlen. Während Ben-Kalifa den Holzkahn vorantreibt, hält Zenzeri sich an Dokumenten fest. Er scheint sie immer dabei zu haben, seit er nicht mehr fischen darf. Zeitungsartikel, darunter einer aus Italien, in dem ein italienischer Fischer für die Rettung von Flüchtlingen gefeiert wird, eine Erklärung von EU-Parlamentariern für die Freilassung aus der U-Haft und eine Einladung zu einem Menschenrechtskongress nach Frankreich, der Zenzeri nicht folgen konnte, weil er keinen Pass mehr besitzt und nie und nimmer ein Visum erhalten hätte. Ein Schengen-Visum zu ergattern liegt sogar für Tunesiens Elite im launigen Ermessen von Behörden. Ein Tourismusmanager hatte mir gesagt, Frankreich habe ihm zweimal die Einreise verweigert. Dabei verdiene er ungefähr viermal so viel wie die Engländer, die er nach Monastir locke. Die Gesten des Kapitäns sind sparsam. Er deutet auf die Lampen. Auch die italienischen Kollegen fischten die Sardinen mit drei Booten; nachts, wenn die Schwärme höher stiegen, um nach Futter zu suchen. Zwei lockten die Fische mit Scheinwerfern an die Oberfläche, das volle Netz werde in den Bauch des Mutterschiffes geleert, auf dem wir stehen. Vor Gericht ist den Fischern vorgehalten worden, dass keine Netze auf den zwei sichergestellten Kuttern gefunden worden seien. Das große Boot mit dem Schleppnetz sei schon auf dem Rückweg nach Tunesien gewesen, sagt Zenzeri. "Die Fangmethode mit drei Booten, von denen nur eines ein Netz hat, kommt ursprünglich aus Italien." Im Hafen von Teboulba liegen die Sardinen- und Makrelenkutter im Dreierpack vertäut. Zenzeris Boot liegt noch vor Lampedusa, konfisziert. 110 000 Euro habe er dafür bezahlt. Den Kredit zahle er noch ab, mit Hilfe seines Vaters. Der Fischereibeauftragte von Teboulba, einem 38 000-Einwohner-Städtchen, das für seinen Hafen und das höchste Minarett des Landes bekannt ist, sagte, die Italiener prozessierten, um die Tunesier von ihren Küsten fernzuhalten. Zwölf Seemeilen hinter der italienischen Küste beginnt internationales Gewässer. Jeder Fischer mit Lizenz dürfe dort seine Netze auswerfen, das stinke den Italienern. Sie befürchteten, die Tunesier könnten ihnen die Sardinen wegfischen. Im Netz schwimmen drei junge Fischer. Zenzeri schaut zu ihnen rüber und winkt. Die Fischer befreien die Fänge von Tang und Fischresten. Sie lachen. Das Meer ist jetzt, im Frühsommer, angenehm warm. Günstig für Sardinen und Makrelen, Badende und Flüchtlinge. Zenzeri deutet auf die Silhouette eines Frachters am Horizont und fabuliert: Ein Kreuzfahrtschiff, voll besetzt mit reichen Europäern, gerät in Seenot. Funkt SOS und erhält keine Antwort. Hunderte ertrinken. Nach der Tragödie wird sich herausstellen, dass tunesische Fischer in der Nähe waren, aber nicht halfen. "Ich will nicht wissen, was passieren würde." Die Sonne steht fast im Zenit. Zenzeri raucht und schwitzt. Er frage sich gelegentlich, ob Europäer mehr wert seien als Afrikaner, sagt der Kapitän. Europäische Gesetze und Prozesse könnten dazu führen, dass Kapitäne lieber einen Bogen um sinkende Schlauchboote fahren und sich der unterlassenen Hilfeleistung schuldig machen, denn als Menschenhändler kriminalisiert zu werden. Gegen die Verantwortlichen des deutschen Hilfsfrachters Cap Anamur, der im Juni 2004 Flüchtlinge aus dem Mittelmeer rettete, hat die Staatsanwaltschaft in Sizilien je vier Jahre Haft gefordert. Am 20. und 21. Juli, wenn in Sizilien die Urteile gegen die Tunesier und die Cap Anamur gesprochen werden, entscheidet sich auch, was mit hunderten Schiffbrüchigen im Mittelmeer künftig passiert. Für Europa geht es darum, Wohlstand und Sicherheit vor so genannten "Wirtschaftsflüchtlingen" zu schützen, die ihre Heimat verlassen und dafür den Tod riskieren, sagen Menschenrechtler. Dass dabei afrikanische Kinder, Männer und Frauen sterben, werde hingenommen. Für Kapitän Zenzeri und die anderen Fischer geht es um ihre Existenz, die am 7. August 2007 ins Wanken geraten ist. 7 Uhr. Die Sonne verbirgt sich, die See tobt. Zenzeri und seine Männer kreuzen 30 Seemeilen vor Lampedusa. Abdel Wahid Ghafouri schaut aus dem Bullauge der Kombüse, als er ein Gummiboot mit Menschen sieht. Ghafouri läuft an Deck. Er weckt Kapitän Zenzeri und Abdel Karim Bayouth, Kapitän des zweiten Kutters. "Ich habe Ghafouri gesagt, lass sie weiterfahren", sagt Zenzeri. An Bord hört er Hilfeschreie, sieht Kinder und eine Schwangere. Zwei Flüchtlinge gehen über Bord. Zwei Fischer springen hinterher, um sie zu retten. Die Fischer ziehen die Menschen aus dem sinkenden Schlauchboot in ihre Kähne, funken Lampedusa an und erhalten die Erlaubnis, die Schiffbrüchigen abzuliefern. Zenzeri sagt: "Bei besserem Wetter wären wir mit ihnen zurück nach Tunesien gefahren oder hätten die Leute auf See auf die Schiffe der italienischen Küstenwache ausgebootet. Weil das Wetter zu schlecht war, ging das nicht." Die Groteske wartet an Land. Handschellen klicken. Carabinieri nehmen die Fischer fest. Verdacht auf Beihilfe zur illegalen Einwanderung. Die Tunesier hätten die offizielle Aufforderung ignoriert, italienisches Hoheitsgewässer nicht zu befahren. Also auch noch Widerstand gegen die Staatsgewalt und gegen ein Kriegsschiff. "Wir durften nicht mal unsere Familien anrufen", sagt Ben-Kalifa, als wir zurück Richtung Hafen fahren. "Für eine Tat, für die die Italiener ihre eigenen Fischer feiern." Seine Familie versammelte sich nach zwei Wochen ohne Lebenszeichen in Trauerflor vor seinem Haus. Nach 34 Tagen in Untersuchungshaft war Ben-Kalifa zurückgekehrt. Gebrochen. Zenzeri sagt, sie seien wie "normale Gefangene" behandelt worden. Außer Bayouth luden mich alle Fischer zu sich nach Hause ein. Bei Ghafouri, der 50 Kilometer entfernt vom Hafen im Landesinneren wohnt, zogen sich die Verwandten fürs Foto schnell noch ihre besten Hosen und Hemden an. "Ich bin nicht Bin Laden, keine Angst", sagte der vollbärtige Vater mit dem Palästinensertuch-Turban. "Hast du Fische mitgebracht?", fragte eine seiner vier Töchter. Die Frau von Lassard, der mit seiner Brille und den blauen Augen wie ein deutscher Beamter aussah, brachte Obst, Kekse und Tee. Frau Lassard ist Krankenschwester. Dass sie seit zwei Jahren allein für den Lebensunterhalt sorgt, erfuhren wir erst später. Lassard wollte es nicht übersetzt wissen. Kapitän Zenzeri steht im Führerhäuschen. Er hat den Notruffunk eingestellt, Kanal 16. Es kommt nur Knistern aus der Box. Er kritzelt die Seekoordinaten auf einen Block. "Hier sind wir stehen geblieben, um auf die italienische Küstenwache zu warten, die uns zum Land eskortiert hat. 100 Prozent internationales Gewässer. Auch den Behörden ist klar, das wir nicht unerlaubt italienisches Wasser gefahren sind." Die befragten Clandestini haben in Agrigent im Sinne der Fischer ausgesagt. Demnach haben die Flüchtlinge, Menschen aus Eritrea, Äthiopien, dem Sudan, Marokko und Mauretanien, die libysche Küste am 5. August verlassen. Nach 48 Stunden auf See habe das Schlauchboot Luft verloren. Die Fischer hätten sie gerettet. Einer der Zeugen hatte die Rettungsaktion mit seinem Handy gefilmt. Das Handy ist im Prozess nicht mehr aufgetaucht. "Warum hätten wir, wenn wir denn Menschenhändler wären, 44 Leute auf unsere Kähne geladen, auf denen wir über 300 transportieren könnten?", fragt Zenzeri. "Warum sollten Familienväter mit gut bezahlter Arbeit und Ansehen ihre Existenz aufs Spiel setzen?" Er steuert den Kutter zwischen zwei Beiboote im Hafen. Eine Tentakel der Krake soll in der Nähe sein. Zenzeri und Ben-Kalifa warten eine Stunde auf der Landzunge, bevor sie zurück in die Stadt gehen. Antworten zu dem Fall der Fischer soll es in Agrigent geben. Für den 20. Juli wird ein Urteil erwartet. 691 Tage haben Zenzeri und seine Männer dann nicht gefischt. Rund 240 Tonnen Sardinen und Makrelen hätten sie fangen können. An jedem Tag auf See verdienen die Fischer gut 30 Euro, Kapitän Zenzeri kommt auf ein Vielfaches. Eine Anfrage zu dem Fall bleibt unbeantwortet. Der Staatsanwalt, der am Rande des Prozesses geweint haben soll, weil ihm nicht wohl bei der Formulierung des Strafmaßes gewesen sei, sagt, er dürfe nichts sagen. "Wenn wir verurteilt werden, würde wohl niemand mehr schiffbrüchige Flüchtlinge retten", sagt Zenzeri, als ich ihn in seinem geräumigen Haus mit den weiß gekalkten Wänden treffe, zwei Steinwürfe entfernt vom Wasser. Im Hafen hatte mir ein Fischer gesagt, dass es ihm viel zu gefährlich sei, auf SOS-Rufe zu antworten. Zenzeri sagt: "Ich würde alles wieder so machen." Am letzten Tag ruft Zenzeri von einem Münztelefon an. Sein Telefon werde abgehört, der Krake wisse bescheid, dass sie trotz Entzugs der Lizenzen auf See gewesen sind. Wir treffen den Kapitän und Ben-Kalifa in einem Kaffeehaus. Diktator Ben-Ali lächelt von einem Bild hinter der Theke. Zenzeri hält seine Dokumente und zeigt Skizzen. Ben-Kalifa erzählt von seiner Familie. Sie gucken auf eine Statue mit zwei goldenen Fischen, das Wahrzeichen von Teboulba. Dahinter liegt die See. |
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